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sei achtsam

Warum beginne ich alle Begleitungen, Coachings und Trainings mit dem Thema Achtsamkeit?

Weil sie (Achtsamkeit ist weiblich) die Basis jeder guten Veränderung ist, Voraussetzung um Perspektiven in der Tiefe zu verändern, den Dingen auf den Grund zu gehen, Ruhe zu bewahren und klar zu bleiben, auch wenn es mal chaotisch wird, oder die VUCA Welt ihrem Namen mal wieder alle Ehre macht. Achtsamkeit hilft uns Kraft positiv und zielführend zu lenken und sie gebraucht wird, damit sich Empathie, Intuition, Vision und werteorientiertes Handeln entwickeln kann. Und weil du sie brauchst, um zur Ruhe zu kommen, inneren Frieden zu erleben, deiner inneren Stimme zu lauschen und den Weg zu gehen, von dem du schon immer geträumt hast. 

Deshalb beginnt alles mit Achtsamkeit. Was sie ist und was sie kann, was ich so in der Regel darüber erzähle, kannst du hier nachlesen. Aber beachte, Achtsamkeit ist nichts was du theoretisch lernen kannst, sondern sie wächst und gedeiht, entwickelt sich mit der Zeit, wenn du dir die Zeit dafür nimmst. 

Sei achtsam, aber warum und wie?

Hinschauen, Hinhören, hinein fühlen, beobachten, analysieren, die Macht der Gedanken und des Wissens nutzen, Sinn und Zweck hinterfragen, um zu erkennen, was gebraucht wird, auf der einen Seite losgelöst von allem sein und gleichzeitig verbunden. Achtsamkeit kennt all diese Elemente. Achtsam sein, bedeutet zu beobachten und dabei neutral zu bleiben, ohne zu urteilen und zu werten. Wenn du achtsam bist, dann bist du ganz präsent, im Moment, schweifst nicht ab.

Wir haben Tausende Gedanken, sind wahnsinnig beschäftigt und dennoch sind wir oftmals nicht bewusst bei der Sache. Wir sind, dann trotzt vollem Kopf gedankenlos wie mit einem Autopiloten am Leben. Jede Minute wird mit Geschäftigkeit gefüllt, und dennoch gehen wertvolle Momente verloren. Irgendwann werden wir wach und wissen gar nicht wie es so weit kommen konnte, warum wir so erschöpft, verspannt, krank, alleine sind und nicht gemerkt haben wie die Kinder plötzlich erwachsen wurden, die Kollegen immer depressiver oder der Partner immer fremder. Wir waren da, aber wir waren nicht achtsam, denn Achtsamkeit bedeutet bewusst im gegenwärtigen Moment zu sein, dem einzigen Ort an dem wir Leben.

Achtsamkeit ist keine Meditation, sondern eine Lebensweise die sich aus einer Praxis der Beobachtung, des präsent sein, entwickelt.

Es macht einen großen Unterschied, ob wir mal ab und zu Zeit nehmen, um Achtsamkeit zu trainieren oder ob wir achtsam sind.

Achtsamkeit braucht Zeit und ihre eigene Entwicklung. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die sich mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigt haben, Seminare dazu besucht haben und dennoch waren sie es nicht. Warum? Achtsamkeit braucht kein Tool, kein Werkzeug, was du in einer bestimmten Zeit beherrschen kannst, sondern deine tiefste innere Bereitschaft, deine Neugier, eine eigene Entwicklung. Achtsamkeit ist eine weibliche Stärke in uns, und das Weibliche nährt, gibt Zeit und Raum und es ist nichts, was du mit Willensstärke und Leistungsbereitschaft erreichen kannst. Die achtsamsten Menschen, die mir begegnet sind, waren oft nicht diejenigen, die ständig meditiert haben, sondern die Winzerfrauen hier in der Region, Menschen die viel in der Natur waren, mit Tieren zusammen, die gut mit sich sein konnten, die Stille aushalten konnten.

Aber nichts desto trotzt, kann Meditation der Schlüssel dazu sein. Meditation braucht Übung und Praxis und vor allem die Bereitschaft sich mit dem ganzen Kram in unserem Kopf auseinanderzusetzen. Mediation ist eine innere Haltung der tiefen Ruhe, der inneren Einkehr in uns selbst und ein Weg Klarheit und Inspiration zu erfahren. Dabei bedeutet es nicht sich dabei frei von Gedanken zu machen, also keine Gedanken mehr zu haben, sondern sich von seinen Gedanken zu befreien, sie zu beobachten und zu erkennen, dass wir Gedanken haben, sie aber nicht sind bzw. das sie irgendwo herkommen, nur selten aus unserer Tiefe. Wir leben häufig nach den Gedanken und Glaubenssätzen anderer, nach dem, was andere in uns sehen oder wir selbst in uns sehen wollen. Aber wir sind was wir sind, und nicht was wir denken. Das wird uns in der Mediation bewusst.

Meditation gibt uns Ruhe und Entspannung, schenkt uns wichtige Erkenntnisse und eine innere Freiheit. Wir finden Kontakt zur inneren Stimme, zu unserem Gefühl und dem was uns bewegt. Meditation erlöst uns auch vom Widerstand gegen das Leben selbst, zeigt uns das es keinen Sinn ergibt, sich zu wehren gegen die Realität, sondern das es viel wirksamer ist, es zu akzeptieren und seine Kraft zu nutzen, um etwas zu verändern. Und einer der wichtigsten Aspekte ist wohl, das wir nicht meditieren können in der Vergangenheit oder in der Zukunft, sondern nur im Augenblick und in einer Welt die gut gemeint ist. In der Meditation geht es darum still zu werden, aufmerksam, zu beobachten und wahrzunehmen, ohne zu urteilen, zu bewerten und dabei ganz nah bei sich selbst zu sein. Meditation ist auch etwas sehr Individuelles und persönliches. Es gibt viele Methoden und Ansätze, doch letztendlich musst du selbst deinen eigenen Weg zur Meditation finden. Wenn du sehr unruhig bist, hilft dir evtl. erst etwas Dynamisches, aktives, wenn es dir schwerfällt dich zu fokussieren, kann eine geführte Meditation dir helfen. Doch desto mehr du übst, desto schneller kommst du in die Stille hinein. Probiere es aus.

Meditation macht dich aber nicht automatisch zu einem besseren Menschen. Es gibt mittlerweile viele Studien über die Meditation, die einen bestätigen, dass sie verjüngend und beruhigend wirkt, die anderen Studien widerlegen es wieder. Meditation ist eine uralte Form der Innenschau und nur ein Puzzleteil von einem ganzheitlichen Leben. Es ist abhängig was du daraus machst, wie du denkst, fühlst und handelst. Mach deine eigenen Erfahrungen damit, unabhängig von Studien und Effektivitätsberechnungen. Was Meditation mit dir macht, kannst letztendlich nur du selbst herausfinden. Doch es braucht ein bisschen Übung, Geduld, Ausdauer und Vertrauen. Meditation hält dein Gemüt gesund. Das ist eine wichtige Voraussetzung andere und ein Unternehmen zu leiten. Dein Geist braucht Zeit um sich zu beruhigen und alles aus einer rechten höheren Perspektive zu betrachten. Mit einem ruhigen Geist und offenen Herzen ist die Hingabe an den Tanz des Lebens wunderbar möglich.

Achtsamkeit ist dann eine Haltung in der wir glasklar und wach durch den Alltag gehen und gleichzeitig die Außenwelt als auch unsere innere Welt wahrnehmen.

Es ist nicht immer Wissen und Leistung die uns weiterbringen, sondern Momente des innehalten und zur Ruhe zu kommen. Die Welt dort draußen ist laut. Du bist ständig umgeben mit Lautstärke, sei es von der Außenwelt oder deiner eigenen Gedanken. Alles Mögliche versucht dich abzulenken, durch Aktivität, dies und das. Doch egal wie laut die Welt um dich herum auch ist, in dir tief drin ist ein Ort der Stille. Suche ihn. Finde ihn, und verweile einen Moment dort. Stille ist in dir, lausche der Stille und du wirst das Beste finden, was du jemals in deinem Leben gehört hast.

Achtsamkeit bedeutet dabei nicht, das du grundsätzlich mit einem zufriedenen Lächeln und einer Tasse Tee wandelnd durch die Welt läufst, fern von aller Realität. Sondern Achtsamkeit bedeutet, dass du dir messerscharf allem bewusst bist und dabei nichts verdrängst, sondern das du deiner Wut, deinem Schmerz, deinen Zweifeln und Sorgen genauso achtsam begegnest wie deiner Liebe, deinem Frieden und deiner Freude.

Desto extremer die Situationen sind, desto wichtiger ist es, das du achtsam bist. Denke mal an einen Bergsteiger, bei dem ein einziger falscher Tritt, ein klein wenig zu schnelles Tempo oder ein gerissener Schnürsenkel das Todesurteil sein kann. Oder ein Rennfahrer, bei dem eine Sekunde entscheidend sein kann, ob er an die Wand fährt oder die Strecke meistert. Achtsamkeit gibt dir Sicherheit in Situationen, die dich an deine Grenzen bringen.

Deshalb genieße Momente, in denen es heißt: Nichts müssen, nichts wollen, nichts erreichen, nichts zu erledigen. Lege einen Moment alles beiseite und sei einfach. Atme, sonst nichts. Die Welt dreht sich auch ohne dein Zutun.

Achtsamkeit ist die Voraussetzung der Selbstreflexion, aber auch der Reflexion im Außen. Sich selbst zu kennen, wie man tickt, welche inneren Antreiber, Kritiker, Perfektionisten aber auch Förderer, Träumer und Kämpfer man selbst in sich hat und was das, was passiert mit uns selbst zu tun hat. Es ist die Reflexion wie alles überhaupt zustande kommt, das Erkennen von Ursache und Wirkung und was man verändern kann.

Meditation, Yoga, Achtsamkeit bringt dich zurück vom zerstreut sein, zum zentriert sein. Probiere es eine Weile aus. Meditation ist die Rückkehr zum Ursprung deines Wesens.

Eine wirkungsvolle Methode dir einer größeren Perspektive bewusst zu werden und achtsamer zu sein ist dir die folgenden Fragen zu beantworten?

Woher kommen meine Gedanken?

Woher kommt Wohlstand?

Woher komme ich selbst?

Woher kommt mein Gehirn, mein Geist?

Wer stellt gerade diese Fragen?

„Das Herz der Achtsamkeit ist die Entdeckung und Kultivierung der Verbundenheit mit dem, was das Beste und das Tiefste in uns ist.“

(Jon Kabat-Zinn)

Durch Achtsamkeitspraxis, Meditationen, Retreats und Auszeiten läufst du nicht vor dem Leben und der Realität davon, sondern du findest kluge Wege mit dem Leben umzugehen.

Immer mehr Menschen haben das Bedürfnis nach einer Auszeit, sind auf der Suche nach Möglichkeiten mit Stress, Konflikten, Ängsten und Erschöpfung umzugehen. Sie fühlen eine immer größer werdende Sehnsucht nach innerer Heilung, das ganz eigene Potenzial zu entdecken und dem mehr Raum zu geben, den Geist zu beruhigen, das Herz zu öffnen und dem Leben mit mehr Gelassenheit und Freude zu begegnen.

Achtsamkeit und Stille sind eine Sehnsucht vieler Menschen und gleichzeitig haben sie Angst davor, laufen davor weg und folgende Zeilen die meine Yogalehrerin in einem Kloster entdeckt hat, beschreiben sehr gut warum. Stille kann sehr laut sein, im Inneren. Leider ist mir die Quelle des Textes unbekannt.

„Schweigen
in die Stille hinein hören
meine täglichen Fragen wahrnehmen
mich spüren, nicht nur außen, auch innen
entdecken, was in mir redet, flüstert, fragt oder schreit
mit meinem nicht gelebten Leben in Berührung kommen
in mir Raum finden zum Atmen und Wachsen
meine Tiefen dem Licht aussetzen
die verschütteten Quellen in mir ausgraben
die Sehnsucht in mir ernst nehmen
meine ganze Wahrheit anschauen
die Widerstände zulassen,
meine Einsamkeit aushalten
in der Stille da sein
mich verwandeln, erlösen, befreien lassen
mich selbst neu finden
und meiner Seele (Gott) den Boden bereiten.“

Achtsamkeit hilft dir, mit Stress besser umzugehen, deinen Fokus und deine Konzentration zu verbessern, an Probleme kreativer und intuitiver heranzugehen, sogenannte AHA Momente zu erleben. Achtsamkeit fördert auch deine Fähigkeit zu mehr Empathie, dem Gefühl der Verbundenheit und des Perspektivenwechsels. Außerdem hat es positive Effekte auf deine Gesundheit.

Die bewusste Achtsamkeit in Form von Meditation bzw. Übungen ist die eine Seite, die andere ist den Alltag achtsamer zu gestalten, kurze Momente des innehalten einzubauen, genauer hinzuschauen, zuzuhören.

Es gibt viele Wege mehr Achtsamkeit in dein Leben zu bringen. Probiere es einfach aus.

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